16
Juli

Greifvögel – Weißkopfadler, Nordamerikanische Falken, Mäusebussard

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Heute war ich auf Kloster Graefenthal bei Asperden/Goch im Rahmen der Veranstaltung Country-Fair und konnte dort in aller Ruhe, doch mit respektvoller, auch gewünschter Distanz von Seiten des Falkners – einige Greifvögel leibhaftig sehen. Der Adler imponierte mir schon wegen seiner Größe und seinem Blick, die Falken trösteten mein Auge ob ihrer Schönheit und unser auch noch hiesig ansässiger Mäusebussard rief wohl ständig nach Partner oder Partnerin.

Leider fiel heftiger Regen, so dass die Flugschau der Greifvögel abgesagt werden musste.

Diese Vögel werden artgerecht gehalten und mit viel Liebe gepflegt, es war keine Zirkusshow oder ähnliches. Ihr Erscheinen auf Graefenthal passte in die Natur und Umgebung, als wäre es ihr Lebensraum.

 

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Alle Fotografien ©Brynhild Juli 2011

 

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15
Juli

Der Wind (Eva Strittmatter)

 

 

Text (c) Eva Strittmatter / Fotografie (c) Brynhild

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13
Juli

Dunkler Grund (Eva Strittmatter)

Dunkler Grund

(Fotografie by Brynhild Juli 2011)

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Immer von neuem entsteht die Frage:

Was sollen wir tun?

Es gibt täuschende Tage,

Da scheinen wir in uns, gesichert, zu ruhn.

Wir kennen den Weg und wissen die Wahrheit.

Und die Erde ist ein für allemal rund.

Doch hinter der scheinbar äußersten Klarheit

gibt es noch einen dunkleren Grund.

Und Zweifel sind möglich und finden uns wieder,

wenn wir endlich mit uns im reineren waren.

Und so kann es geschehn: unsre süßesten Lieder

sind gepreßt aus unseren bittersten Jahren.

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Eva Strittmatter aus:

Die eine Rose überwältigt alles

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10
Juli

“Die Libelle” Heinz Erhardt

“Die Libelle”
Heinz Erhardt (1909 -1979)

(Fotografie©by Brynhild Juli 2011)

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Liebe Libelle,
flieg nicht so schnelle!
Denk der Gefahren,
die deiner harren:

Bäume und Zäune,
Äste und Steine
auf allen Wegen!
Du fliegst dagegen!

Mit gebrochenen Gliedern
liegst du im Staube.
Dann kommt der Herbst,
du vermoderst im Laube…

Oder ein Vogel
will dich erhaschen,
will dich zerbeißen
und hastig vernaschen…

Oder ein Forscher
mit seinem Netze!
Erst tut er sachte,
daß nichts dich verletze
und freut sich stolz seines Besitzes!

Zu Hause jedoch nimmt er was Spitzes
und sticht‘s dann
durch deine weichste Stelle:
arme Libelle!

Flieg nicht so schnelle,
genieße die Stunden
oder Sekunden.
die dir zum Leben
gegeben!

Scheint warm die Sonne:
freu dich des Lichts!
Füllt Regen die Bäche,
hast du vom Leben nichts —
im Gegensatz zur Forelle!

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3
Juli

Mein Niederrhein

 

© by Brynhild Text & Bild

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Am, Im, Um
den Niederrhein
da lebe ich,
wo es wunderbar tief und manchmal
erschreckend beklemmend ist,
streife durch die Wiesen,
ziehe die Schuhe aus,
werfe mich über den Zaun,
streichle dem Pferd übern Kopf,
ziehe von Baum zu Baum
und hab den Niederrhein auch oft
im Traum.
Hier war ich klein,
mit geschundenen Knien
mit Drachen aus Zeitungspapier
auf gestoppeltem Feld
mit Rollschuhen, auf denen ich
mir erkor als Eigentum die ganze Welt,
mit Zöpfen so hart und gelb wie Stroh
und Sommersprossen, welch eine Zier.
Hier war ich klein und ging in die Kirch`
wollte fromm sein und Hexe zugleich
hier lehrte man mich die Beicht`
und machte das kleine Kinderherz
angstvoll und bleich.

Hier wurde ich groß
an Gestalt und mit Flausen im Kopf
doch ich schnitt nicht ab den kindlichen Zopf
suchte Gnome im heimischen Hain
grub in Schätzen bei May, später bei Heine
letztendlich mit Hesse
sang Cohen`s Suzanne im grünen Moos
las Freud, Kant und Kierkegaard in einem alten Kahn
tanzte mit Flöte und umkränztem Haar
mit wallenden Kleidern über Gräser am Rhein
hörte Harfen klingen, wenn andere Karneval singen.
Hier wurde ich gross und blieb doch so klein
an meinem wunderschönen Niederrhein
mit den grünen Wiesen und schönsten Küh`n
den beschnittnen Weiden und Großmutters
Gemüsebrüh`n
und wenn im November die melancholischen Geschichten
in den Köpfen der Menschen hier blüh`n und Schweigen
sich breit macht in den Alleen
wenn die Läden geschlossen nach Allerseelen zieh`n
dann spür ich im älter werdenden Geäst

hier warste klein, hier warste groß
hier wirste alt

und hoffentlich stirbste auch im Moos.

© by Brynhild Text & Bild

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2
Juli

Dämmernd liegt der Sommerabend

 

Dämmernd liegt der Sommerabend

(Fotografie by Brynhild Juli 2011)

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Dämmernd liegt der Sommerabend
Über Wald und grünen Wiesen;
Goldner Mond, im blauen Himmel,
Strahlt herunter, duftig labend.

An dem Bache zirpt die Grille,
Und es regt sich in dem Wasser,
Und der Wandrer hört ein Plätschern
Und ein Atmen in der Stille.

Dorten an dem Bach alleine,
Badet sich die schöne Elfe;
Arm und Nacken, weiß und lieblich,
Schimmern in dem Mondenscheine.

Heinrich Heine (1797-1856)

 

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