Winterfütterung unserer Wildvögel im Garten

Nachdem ich im November letzten Jahres fast täglich ein Rotkehlchen vor unserem Fenster bemerkt hatte, überlegte ich mir das alte Futterhäuschen mal wieder zu befüllen.
Gedacht – getan und erst mal was Leckeres besorgt.
Es dauerte nicht einen Tag, da sah ich Rotkehlchen (es heisst bei mir Berti) nicht mehr allein. Mit ihm kamen Kohlmeisen, Blaumeisen, Tannenmeisen, Amsel….und umschwirrten lebhaft das Futterhäusen und holten sich Nüsse und andere Leckereien heraus. Ich wurde einfallsreicher und behängte einen alten Fliederbaum mit Futterampeln für Fettfutter, Sonnenblumenkerne und Nüssen. Auch ausgehöhlte Kokosschalen mit Erdnussbutter bot ich an und siehe da, alles wurde angenommen.
Mittlerweile habe ich auch mit Leckereien gefüllte Bodenschalen die tags draußen stehen und nachts unter die Terrasse kommen und auch für ein Vogelbad ist gesorgt.
Die Vogelschar vergrößerte sich täglich.
Ca 20 Blaumeisen zählte ich schon, etliche Kohl- und Tannenmeisen. Rotkehlchen Berti ist auch nicht mehr allein, ein zweites ist dazu gekommen. Die Amseln kommen jetzt als Paare, im anderen Baum der höher ist, thronen Türkentäubchen die schon turteln, manchmal gesellt sich eine Ringeltaube und eine Dohle dazu.
Ganze neue Gäste sind Erlenzeisig, einmal ein Eichelhäher, dann noch die Heckenbraunellen und zu meiner Freude ein Buchfinkpärchen.
Es ist herrlich auch im Winter eine Weile auf der Terrasse zu sitzen, ganz still und das fröhliche Treiben zu beobachten.
Da im letzten Jahr Kohlmeisen 2 x erfolgreich auf der Terrasse gebrütet haben, hängt auch schon ein neuer Schwegler-Nistkasten aus Holzbeton….da bin ich mal ganz gespannt.
Auch für den Nestbau habe ich schon Hundehaar gesammelt, da ich ja die Dackelchen immer selbst trimme und den Großen bürste, das wird gerne zum Nestbau genommen.

Es ist einfach eine Freude in der Zeit unserer Betonstädte, dem radikalen Fällen von Lebensräumen für die Vögel.
Lieber einen Garten mit vielen Hecken, Sträuchern und der noch wunderschönen großen Tanne, als kleine Zierbäumchen von Kies und Beton umgeben, die weder einem Insekt noch einem Vogel das Leben erleichtern.